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Ratgeber Schilddrüsenüberfunktion

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Schilddrüsenüberfunktion
Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion, die auch als Hyperthyreose bezeichnet wird, produziert die Schilddrüse zu viele Hormone. Aufgrund der übermäßigen Produktion der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin kommt es zu einer Steigerung der Stoffwechselprozesse im Körper. Bei Menschen, die unter einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, können unterschiedliche Symptome auftreten. So äußern sie sich zum Beispiel in Unruhezuständen, Gewichtsabnahme trotz gutem Appetit, starkem Schwitzen und Fieber. Die Schilddrüsenüberfunktion gehört zu den häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse. Insbesondere Frauen und ältere Menschen sind von dieser Erkrankung betroffen. Die Ursachen für eine Schilddrüsenüberfunktion sind vielfältig. Eine frühzeitige Behandlung der Erkrankung ist ratsam.

Eine vitaminreiche Ernährung, ein gesunder Ausgleich zwischen stressigen, unruhigen Momenten und Entspannungszeiten und eine ausgewogene Jodversorgung spielen für Menschen, die unter einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, eine wichtige Rolle. Von der Schilddrüsenüberfunktion Betroffene können selbst einige Maßnahmen im Umgang mit ihrer Erkrankung beachten. Dabei sind der Verzicht beziehungsweise der eingeschränkte Konsum bestimmter Lebensmittel, wie etwa Cola und Kaffee ebenso bedeutsam, wie der Abbau von Stress und Hektik. Bei der Jodversorgung des Körpers sollten Menschen mit Schulddrüsenüberfunktion ihren behandelnden Arzt um Rat bitten. Das gilt auch für den individuellen Ernährungsplan für Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion.

Die Ursachen für die Entstehung einer Schilddrüsenüberfunktion sind vielfältig. Häufig ist die Basedowsche Krankheit, auch Morbus Basedow genannt, ausschlaggebend für die Entstehung einer Schilddrüsenüberfunktion. Auch die Schilddrüsenautonomie kann die Ursache für eine Schilddrüsenüberfunktion sein. Die übermäßige Aufnahme von Jod, zum Beispiel durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, kann eine Schilddrüsenüberfunktion etwa bei Menschen begünstigen, die bereits eine Veranlagung zu dieser Erkrankung haben. Auch bei Schwangeren kann es aufgrund der Produktion bestimmter Hormone bis etwa zur 20. Schwangerschaftswoche zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen.

Diagnose Schilddrüsenüberfunktion

Während der Arzt früher nur den Umfang des Halses messen konnte, um festzustellen, ob der Patient unter einer Vergrößerung der Schilddrüse leidet, stehen ihm heute zahlreiche Verfahren zur Diagnose einer Schilddrüsenüberfunktion zur Verfügung. Die Diagnose einer Schilddrüsenüberfunktion kann er etwa anhand einer Blutuntersuchung stellen. Dabei werden die Blutwerte im Labor ausgewertet. Mit verschiedenen Testverfahren lassen sich etwa die Hormonwerte ermitteln. Auch der Ultraschall wird angewandt, um zu ermitteln, ob Größe, Form und Struktur der Schilddrüse der Norm entsprechen. Ein weiteres Instrument zur Diagnose der Schilddrüsenüberfunktion ist die Szintigrafie, mit deren Hilfe der Arzt etwa Aufschlüsse über mögliche Knoten erhalten kann.

Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?

Die Schilddrüse

Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes und hat die Form eines Schmetterlings. Sie produziert die Hormone Trijodthyronin und Thyroxin. Diese Schilddrüsenhormone haben Einfluss auf den menschlichen Kreislauf, den Stoffwechsel, die Psyche und das Wachstum.

Die Schilddrüsenüberfunktion

Die Schilddrüsenüberfunktion wird auch Hyperthyreose genannt. In erster Linie tritt die Schilddrüsenüberfunktion bei Frauen und älteren Menschen auf. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion werden bestimmte Hormone, Thyroxin und Trijodthyronin, in zu großer Menge produziert. Durch die übermäßige Produktion und Ausschüttung der Hormone werden die Stoffwechselprozesse im Körper gesteigert und die Organe, die durch die Hormone der Schilddrüse beeinflusst werden, arbeiten bei einer Schilddrüsenüberfunktion übermäßig. Ob ein Patient unter einer Schilddrüsenüberfunktion leidet, lässt sich häufig erst nach verschiedenen Untersuchungen bestimmen. In einigen Fällen ist die Schilddrüse bei einer Schilddrüsenüberfunktion vergrößert.

Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion

Die Symptome, die im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenüberfunktion auftreten, sind häufig vielfältig. So können neben psychischen Symptomen, wie etwa Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen, auch zahlreiche weitere Anzeichen auf eine Schilddrüsenüberfunktion hinweisen. Dazu zählen etwa Störungen des Herz-Kreislaufs, wie Bluthochdruck und ein erhöhter Puls sowie Herzrhythmusstörungen. Auch Durchfall, Gewichtsverlust trotz gutem Appetit, Fieber, Unruhe, starkes Schwitzen, Konzentrationsstörungen, brüchige Fingernägel, Störungen des Zyklus und Muskelkrämpfe können Hinweise auf eine Schilddrüsenüberfunktion sein.

Gerade bei Seniorinnen und Senioren, die unter einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, zeigen sich diese Symptome jedoch nicht oder in abgeschwächter Form. Häufig sind die Symptome gerade bei älteren Menschen eher untypisch für die Erkrankung.  Da ältere Menschen häufig Symptome wie Herzrhythmusstörungen oder andere Symptome, die das Herz betreffen feststellen, wird oftmals zunächst nicht die Schilddrüsenüberfunktion als Auslöser erkannt.

Auslöser für die Schilddrüsenüberfunktion

Zu den häufigsten Auslösern für eine Schilddrüsenüberfunktion gehören die Basedowsche Krankheit (Morbus Basedow) und die Schilddrüsenautonomie. Bei einer Schilddrüsenautonomie erfolgt in einzelnen Teilen der Schilddrüse eine übermäßige Produktion von Schilddrüsenhormonen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von den sogenannten heißen Knoten. Bei ihnen handelt es sich um Gewebeveränderungen in der Schilddrüse. Diese nehmen übermäßig viel Jod auf, bilden zu viele Hormone und schütten diese aus.

Bei der Basedowschen Krankheit richtet sich der eigene Körper gegen die Schilddrüse und versucht, diese zu zerstören. Man spricht darum von einer Autoimmunerkrankung.

Mögliche Folgen der Schilddrüsenüberfunktion

Wird eine Schilddrüsenüberfunktion nicht frühzeitig behandelt, kann sie verschiedene Folgeerkrankungen begünstigen. Dazu zählen etwa Schäden des Herzmuskels, weil das Herz durch die Schilddrüsenüberfunktion permanent übermäßig arbeiten muss, Funktionsstörungen weiterer Drüsen, Stoffwechselstörungen, Herzschwäche oder Osteoporose.

Daniela Lukaßen

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